12.08.2020

Sachbearbeiterin im Rechnungswesen: Julia Marie Wilken

"Die Zeit vom Azubi zur Debitoren-Buchhalterin der Alida Schmidt-Stiftung ist so schnell verflogen!"


Julia Marie Wilken ist 26 Jahre jung. Von 2013 bis 2016 absolvierte die gebürtige Hamburgerin ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation in der Hauptverwaltung der Stiftungen. Es schlossen sich drei Jahre an, in denen sie auf befristeten Stellen im Rechnungswesen und im Sekretariat arbeitete. Im November 2019 erreichte sie ihr Ziel: eine feste Stelle als Sachbearbeiterin im Rechnungswesen.


Frau Wilken, wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Ich bin zuständig für die gesamte Debitoren-Buchhaltung der Alida Schmidt-Stiftung. Das heißt ich bin zuständig für alle, die aus welchen Gründen auch immer den Stiftungen Geld schulden. In erster Linie sind das Behörden, die für die Unterstützung unsere Klient*innen und Patient*innen die vereinbarten Entgelte zahlen.
Mein Tag beginnt immer mit den Bankauszügen. Ich kontrolliere und buche die Eingänge. Dann bearbeite ich das, was auf dem Tisch liegt: Im Moment habe ich viele neue Mietverträge für Wohnungen unserer suchterkrankten Klienten in der TGJ dort liegen. Da warten wir auf die Mieteingänge, die von der Behörde gezahlt werden. In der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe bereinigen wir gerade die Liste offener Posten für Forderungen an Behörden und Verbindlichkeiten der Stiftung gegenüber. Und im Fachkrankenhaus Hansenbarg steht die Klärung einiger etwas älteren offenen Posten an.

Was davon machen Sie am liebsten?
Ich mache das alles ganz gerne! Es scheint immer das Gleiche zu sein, das ist es aber nicht. Es ist ein wenig wie Detektivarbeit: welche Abbuchung gehört wohin…. :-)

Zum Team der Buchhaltung gehören drei Personen und ein Abteilungsleiter. Wie ergänzen Sie sich?
Wir sind ein gutes Team, wir unterstützen uns gegenseitig, helfen uns bei Fragen. Ich werde auch noch gut unterstützt, denn ich bin für mein komplexes Arbeitsgebiet ja noch in der Einarbeitung. Vorteil ist, dass ich mit einer Kollegin im gleichen Zimmer sitze, da kann ich mal laut denken und oftmals im Gespräch mit ihr selbst schon eine Lösung finden.

Seit Ihrer Ausbildung sind sieben Jahre vergangen. Was denken Sie beim Blick zurück?
Die Zeit ist so schnell verflogen! Ich bin ja in der Ausbildung und danach immer zwischen verschiedenen Stellen und auch Schreibtischen hin und her geswitcht. Dadurch habe ich viel mitbekommen und verstanden. Und ich bin natürlich erwachsener geworden, offener als früher.

Wie lief Ihre Ausbildung damals ab?
Sie ging über drei Jahre und ich habe die verschiedenen Abteilungen der Hauptverwaltung durchlaufen. Ich war für sechs Monate in der Wohnungswirtschaft und jeweils ein paar Wochen im Sekretariat und in der Personalbuchhaltung. Die meiste Zeit meiner Ausbildung habe ich aber in der Buchhaltung gearbeitet. Dazu kam zweimal die Woche die Berufsschule für je sechs Stunden. Schlussendlich habe ich mit der tollen Gesamtnote 2 abgeschlossen, was ich vorher NIE gedacht hätte.

Warum sind Sie den Stiftungen trotz mehrfach wechselnder Aufgabenbereiche treu geblieben?
Es war geplant, dass ich meine jetzige Stelle übernehme, nachdem die vorherige Kollegin in Ruhestand gegangen ist. Dass die Stiftung mir in der Zwischenzeit Stellen geschaffen hat, das hat mich sehr gefreut. Und am Ende hat die Stiftung Wort gehalten und ich bin jetzt genau auf der angebotenen Stelle angestellt.

Was war Ihr Highlight in den Stiftungen bislang?
Dass ich tatsächlich die Buchhaltung der Alida Schmidt-Stiftung übernehmen durfte, diese verantwortungsvolle, abwechslungsreiche Stelle, dass mir das zugetraut wurde – das freut mich riesig! Es ist meine liebste Stelle bisher.

Was raten Sie jungen Menschen, die mit einer Ausbildung bei uns liebäugeln?
Ich konnte hier in den Stiftungen einen kaufmännischen Beruf mit dem sozialen Bereich verbinden. Ich war zwar berufsorientierend im Kindergarten tätig gewesen, das war aber nicht das Richtige für mich. Die Verbindung zwischen kaufmännisch und sozial: wer eine solche Stelle sucht, der ist in den Stiftungen richtig.

Dieses Interview führten wir im August 2020.

 

Kopfgrafik Alida Schmidt-Stiftung
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