16.04.2020

Bundesfreiwilliger in der TGJ: Justin Prieur

"Am meisten lerne ich über die Arbeitswelt an sich"

Herr Prieur, vor acht Monaten begann Ihr Bundesfreiwilligendienst (BFD) in der TGJ. Wie läuft es bislang?

Bisher läuft der BFD sehr gut. Mir macht die Arbeit wirklich Spaß und durch meinen doch sehr abwechslungsreichen Tagesablauf wird es auch nie langweilig.

Wieso sind Sie überhaupt im Bundesfreiwilligendienst aktiv. Was hat Sie daran gereizt? Sind Sie direkt von der Schule zu uns gekommen?

Ja, ich bin direkt von der Schule in den Freiwilligendienst gestartet. Ich wollte nach der Schule nicht einfach nichts machen. In erster Linie habe ich mich dafür entschieden weil ich keinen Platz für meine ehemalige Wunsch-Ausbildung bekommen habe und weil ich mich so beruflich orientieren konnte.

Wie sind Sie genau in der TGJ gelandet?

Über meinen Träger des BFD’s, den Paritätischen Wohlfahrtsverband, war es möglich in eine Liste von angebotenen Einsatzstellen hinein zu schauen. Dort konnte ich dann die Bereiche angeben die mich interessieren. Da ich unter anderem auch Suchtkrankenhilfe angegeben habe, wurde ich direkt an die TGJ weitergeleitet.

Was genau sind Ihre täglichen Aufgaben?

Meine Aufgaben variieren stark. Ich habe einen Wochenplan, der mir einen groben Überblick über meine täglichen Aufgaben gibt, aber das meiste sind dann Aufgaben, die sich tagesspezifisch ergeben.  Arbeiten tue ich in der Verwaltung, Hauswirtschaft und Haustechnik, wobei ich auch auf Wunsch Einblicke in den therapeutischen Bereich bekomme, da ich mich für ein Duales Studium in der Sozialen Arbeit interessiere.

Haben Sie Freude daran? Was machen Sie am liebsten?

Ja, die Arbeit bereitet mir viel Freude und am liebsten habe ich die Einblicke im therapeutischen Bereich und den Kontakt mit den Klienten. Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und diese Zusammenarbeit findet in jedem Bereich statt.

Wobei lernen sie am meisten?

Am meisten lerne ich über die Arbeitswelt an sich. Ich bin 13 Jahre zur Schule gegangen und habe einfach nicht viel Arbeitserfahrung gesammelt zuvor. Durch diesen Freiwilligendienst lerne ich viel über die verschiedensten Aspekte der Arbeitswelt.

Wie ist Ihr BFD organisiert? Haben Sie einen Ansprechpartner und gehören Sie zu einem Team? Wie wurden Sie von den Kollegen aufgenommen?

Mein BFD ist so organisiert dass ich drei Ansprechpartner habe, nämlich die Leitungen meiner Einsatzbereiche: Verwaltung, Haustechnik und Hauswirtschaft. Ich werde dort als Mitglied eines jeden Teams gesehen, wodurch ich mich sehr gut ins Unternehmen integriert fühle. Die Kollegen haben mich offen und herzlich aufgenommen, alle waren freundlich und behandeln mich wie ihre anderen Kollegen. Die Stimmung im Team ist sehr gut und dies ist auch einer der Gründe warum mir die Arbeit so viel Freude bereitet.

Wie haben die Klienten auf Sie reagiert?

Auch die Klienten haben mich gut aufgenommen. Ich hatte nicht das Gefühl dass sie mich als Bundesfreiwilligen anders behandeln würden als die anderen Mitarbeite, die meisten waren auch sehr freundlich.

Was war bislang Ihr Highlight in der TGJ?

Das ist wirklich schwer zu beantworten. Viele Tage bringen ihre eigenen kleinen Highlights. Aber wenn ich mich entscheiden müsste würde ich sagen dass es die Möglichkeit für mich ist, in der TGJ ein Duales Studium zu machen. Als mir dies mitgeteilt wurde habe ich mich wirklich sehr darüber gefreut und strebe dies nun auch an.

Gibt es auch schwierige Erlebnisse?

Natürlich hatte ich auch schon schwierige Situationen, wir haben erst vor kurzen viel Ausfall in der Verwaltung gehabt und dort haben sich einige Tage als schwierig erwiesen. Manchmal ist auch der Kontakt mit den Klienten schwierig. Aber ich freue mich aber über jedes dieser Erlebnisse, da ich am Ende zurückblicke und mich darüber freuen kann in dieser Situation meinen Teil zur Lösung beigetragen zu haben.

Welche Fähigkeiten und Talente sollte man für den Bundesfreiwilligendienst in der TGJ mitbringen? Welche entwickelt man neu?

Da die Arbeit sehr vielseitig ist sollte dort eigentlich jeder einen Bereich finden in dem er die Mitarbeiter unterstützen kann und für sich gute Arbeit zu leisten. Ich zum Beispiel kann gut am Computer arbeiten, weshalb ich viel in der Verwaltung und bei sonstigen Arbeiten am Computer helfe. Man entwickelt ein Gefühl dafür wo die eigenen Stärken liegen und in welchen Bereich man lieber arbeitet, dies kann zu Berufsorientierung sehr hilfreich sein.

Wissen Sie schon, wie es beruflich für Sie nach dem Bundesfreiwilligendienst weitergeht?

Meine Pläne sind über die TGJ ein duales Studium zu machen und dann auch übernommen zu werden. Die Einblicke in die Sozialtherapie gefallen mir wirklich gut und ich würde gerne selber in diesem Berufsfeld arbeiten, da ich mir dies wirklich gut vorstellen kann.

Das Gespräch führten wir im Februar 2020.

Kopfgrafik Alida Schmidt-Stiftung
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