Methoden / Didaktik
Bei der Betreuung unserer Klientinnen und Klienten arbeiten wir u.a. mit
- Sozialpädagogischen Diagnosen
- Familienbrett
- Netzwerkaktivierung (Wrap Around)
- Ressourcenevaluation/ Ressourcenorientierte Beratung
- Systemischen Arbeitsansätzen
- Entwicklungspsychologische und videogestützte Beratung (EPB, STEEP)
- Alltagskompetenztraining
- Konfliktmanagement/Mediation
- Triple-P
- Motivierende Gesprächsführung
- Tiergestützte Pädagogik (Therapiebegleithunde-Team; Mensch und Pferd)
- Netzwerk-/Familienkonferenzen
- Soziale Gruppenarbeit
- Krankheitsverständnis und Selbstregulation: Psychoedukation, DBT, Erstellen eines Notfallkoffers
Wir kooperieren mit anderen Institutionen im Stadtteil und arbeiten mit entsprechenden Arbeitsgemeinschaften zusammen.
Sozialpädagogische (hermeneutische) Diagnosen
Unsere MitarbeiterInnen sind geschult im Umgang mit sozialpädagogischen Diagnosen nach Mollenhauer/Uhlendorf für Jugendliche. Ziel des Einsatzes dieser Methode ist es, die subjektiven Sichtweisen, Lebensthemen und Probleminterpretationen der Jugendlichen und Familienmitglieder in das Hilfeverfahren mit einfließen zu lassen.
Netzwerkaktivierung
Das Ziel der Netzwerkaktivierung (in Anlehnung an WRAP-AROUND) ist es, das soziale Netz der Familien systematisch zu stärken und zu stabilisieren durch
- Arbeit mit Netzwerkkarten und speziellen Fragebögen
- Systematische Einbeziehung der individuellen Ressourcen und Stärken der Familienmitglieder
- Familienkonferenzen
- Anleitung der Familienmitglieder, sich von ihnen ausgesuchten Personen die benötigte Unterstützung organisieren zu können
- Konflikt und Krisenplanung
Entwicklungspsychologische und videogestützte Beratung (EPB/STEEP)
Für Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren, die unsicher sind, was ihr Kind braucht und / oder bei denen das Kind Probleme hat (schlecht schläft etc.) Dieser Arbeitsansatz umfasst
- Allgemeine Beratung: Vermittlung von Informationen und Wissen über die Kindesentwicklung, insbesondere über die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der momentanen Entwicklungsstufe.
- Videotraining: Das Kind als Lehrmeister. SIB-Seeing is believing (Was ich sehen kann, kann ich auch glauben). In Alltagssituationen werden Videoaufnahmen beim Umgang mit dem Kind gemacht. Durch gemeinsames Betrachten können Umgangsformen und Kommunikation reflektiert und Veränderungen in der Eltern/Kindbeziehung eingeleitet werden.
- Andere Arbeitsmittel wie z.B. Kinderbriefe und Beobachtungsbögen
Alltagskompetenztraining
Die Zielsetzung unserer Arbeit besteht darin, die Klienten und Klientinnen zu befähigen, ein möglichst hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit zu entwickeln. Dabei stärken wir besonders die Fähigkeit zur Alltagskompetenz.
Konfliktmoderation
Konflikte sind Teil des menschlichen Miteinanders. Wir möchten die Klientinnen und Klienten darin unterstützen und befähigen, Konflikte zu klären und dabei weiterhin in der Beziehung zu bleiben. Die Zielsetzung der Konfliktmoderationsmethode besteht in dem positiven Erleben, dass zwischenmenschliche Konflikte lösbar sind und beide Seiten aus diesen gestärkt und als „Gewinner“ hervorgehen können. Die oft neue Erfahrung, die Beziehung zum Anderen bei Konflikten nicht abzubrechen, wirkt dabei selbstwertstärkend und stabilisiert das Selbst- und Fremdverhältnis.
Soziale Gruppenarbeit nach § 29 SGB VIII
Soziale Gruppenarbeit führen wir zurzeit durch in Finkenwerder in den Räumen der Aueschule. Bisher gab es folgende Gruppen:
- eine Jungengruppe zum geschlechtsspezifischen thematischen Schwerpunkt (Gender)
- eine Gruppe mit dem thematischen Schwerpunkt Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien
- eine Gruppen für Mädchen in der Pubertät
Krankheitsverständnis und Selbstregulation
Zielsetzung unserer Arbeit ist die Gewinnung eines adäquaten Verständnisses der eigenen Erkrankung bei den Klientinnen und die Herstellung von tragfähigen Arbeitsbündnissen, wodurch die Klientinnen einen Zuwachs an positivem Selbstumgang erlangen können. Dazu arbeiten wir mit:
Psychoedukation
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Durchführung von manualgeleiteten störungspezifischen Psychoedukationsgruppen geschult. Die Durchführung richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf der Klientinnen.
DBT
Wir arbeiten in unserem Versorgungskonzept mit Anteilen der Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha Linehan.
DBT ist eine störungsspezifische Therapie, die für die Personengruppe der Klienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen entwickelt wurde. Mittlerweile findet sie auch Anwendung bei der Behandlung anderer Persönlichkeitsstörungen und bei Schmerz- und Suchtpatienten.
Insbesondere die DBT-Anteile
- Skills-Training / Erlernen von Fertigkeiten zur Selbstregulation und zum Spannungsabbau und
- Achtsamkeits- und Bewusstseinsfertigkeiten
werden von uns in der direkten Einzelbetreuungen und auch in Gruppen integriert.
Erstellen eines Notfallkoffers
Mit den Klientinnen erstellen wir gemeinsam einen individuellen „Notfallkoffer“, der zum integralen Bestandteil des Alltags werden und somit bei beginnenden Krisen oder Stimmungsverschiebungen Anwendung finden kann. Die Vermittlung der Fähigkeit, selbständig und aktiv auf Krisen reagieren und diese damit ggf. minimieren zu können, verstehen wir als Teil unserer Aufgabe.




